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Über das Magazin

Couplet — was zwischen Champagner-Arie und Schlussakkord tatsächlich passiert.

Couplet ist ein deutschsprachiges Magazin für Operette, Musiktheater und leichte Bühnenkultur im DACH-Raum. Wir schreiben für Operetten-Aficionados (geschätzte 80.000 bis 120.000 regelmäßige Operetten-Besucher:innen im DACH-Raum), für Mitglieder von Opernfreunde- und Operetten-Förder-Vereinen, für Musikwissenschafts-Studierende und -Lehrkräfte mit Schwerpunkt Musiktheater, für Sänger:innen mit Operetten-Repertoire, für Operetten-Aufnahmen- Sammler:innen, für Volksoper-Wien- und Komische-Oper-Berlin-Abonnenten, für Sender-Mitarbeitende mit Klassik-Schwerpunkt, für Theaterwissenschaftler:innen mit Schwerpunkt populäres Musiktheater. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: die Operette ist eine eigenständige Musik-Theater-Gattung mit präziser Disziplin und gewachsener Tradition — keine reine Unterhaltungs-Bühne und keine zweitklassige Oper.

Acht Ressorts — Werke, Komponisten, Geschichte, Stimme, Inszenierung, Häuser, Couplet & Tanz, Aufnahmen — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne Neuinszenierung, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Aufnahmen-Renaissance. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einer Lehár-„Lustige Witwe"-Saison-Bilanz und einem Stand der Kosky-Berliner- Operetten-Renaissance-Nachfolge als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Tradition und Erneuerung. Die Operette als Gattung hat ihren Founding-Moment am 5. Juli 1855 mit der Eröffnung von Offenbachs Bouffes-Parisiens in Paris — die Verschiebung von der schwereren Opéra Comique zur leichteren Bouffes-Form als die erste Gattungs-Geburt. Die Wiener Operette folgt ab 1860er mit Suppé, Millöcker und Strauss als die Goldene-Zeitalter-Komponisten. Die Wiener Silberne Operette 1900er–1930er mit Lehár und Kálmán etabliert das ungarisch-österreichische Klangbild mit Csárdás und langer Lyrik-Linie. Die Berliner Operette der Weimar-Zeit mit Abraham und Benatzky bringt Jazz und Revue ins Genre. Nach 1945 stand die Operette lange Zeit unter Hochkultur-Verdikt (zu seicht für ernste Musik, zu komplex für reine Unterhaltung) — eine Renaissance unter Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin von 2012 bis 2022 hat das Genre kritisch neu beleuchtet. Wir behandeln Operette als das, was sie ist: eine eigene Musik-Theater-Gattung mit präziser Stimm-Disziplin und gewachsener Aufführungs-Tradition. Wir würdigen das Repertoire und prüfen die Inszenierungs-Realität gleichzeitig.

Geschrieben ist Couplet für Operetten-Aficionados, die ihre nächste Spielplan- Wahl reflektieren wollen; für Mitglieder von Opernfreunde-Vereinen, die zwischen Festival-Besuch und Abonnement-Pflege navigieren; für Sänger:innen mit Operetten-Repertoire, deren Stimmfach zwischen klassischer Oper und Musical liegt; für Musikwissenschafts-Studierende, die ihre Forschungs-Arbeit am populären Musiktheater entwickeln; für Theaterwissenschaftler:innen, die zwischen Regie-Theater-Tradition und Werktreue-Diskurs argumentieren; und für Sender- Mitarbeitende, deren Klassik-Programmierung auch die Operetten-Sparte umfasst.

Gastbeiträge

Couplet nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Operetten-/Musiktheater-Disziplin geschrieben hat — Werk-Tiefenbohrung, Komponisten-Porträt, Geschichts-Anmerkung, Stimm- Disziplin-Erklärstück, Regie-Reflexion, Häuser-Reportage, Couplet-Form-Analyse, Aufnahmen- Vergleich — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Aufführungs-Datierungs-Angabe mit Besetzungs-Liste sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreter Partitur-Stelle statt mit „berührender Melodie" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Operetten-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welches Werk in welcher Besetzung in welcher Inszenierung auf welchen Aufführungs-Standards beruht. Wir nehmen das Repertoire ernst.